Durch meine eigene Selbstreflektion sind diese Gedichte entstanden.
Ich lade Sie, sich mit Ihren eigenen Gedanken zu den Gedichten auseinander zu setzen und zu schauen, wie Ihre Gedanken zu den einzelnen Themen sind. Vielleicht setzen diese Gedichte Gedanken in Ihnen frei, die Sie ein Stück in Ihrem Leben begleiten werden. Ich würde mich darüber sehr freuen.
Ich wünsche Ihnen viel Freude mit den Gedichten und Worten.
Ihre
Margret Schuck
Ein Gedanke oder Was wäre ich ohne Gedanken
Ein Gedanke von vielen zieht in mir vorbei,
ich schaue in den Himmel und fühle mich rastlos dabei.
Wo kommt er her, der Gedanke in meinem Gedankenmeer?
Wo geht er hin, wenn ich ihn nicht mehr denke so sehr?
Mal taucht er auf, mal ist er weg,
gefolgt von Fragen an seinen Zweck.
Wieso denke ich an Lob und an Klagen,
immerzu bereit mich zu hinterfragen?
Was ist der Sinn von meinem Gedanken,
warum komme ich so oft nach ihm ins wanken?
War er nun gut oder eher schlecht?
War er nur ein Traum oder doch ganz echt?
Der Gedanke erzählt von der Vergangenheit,
doch da überkommt mich oft Befangenheit.
Wie war die Kindheit die Jugend nochmal?
Vergessen, vorbei mit einem Mal.
Wann kam der Gedanke in meinen Sinn?
Wann wurde er geboren, nach welchem Beginn?
Beginn von Trauer oder von Freude,
irgendwo in meinem Körpergebäude?
Meine Seele schafft jeden Tag neue Gedanken her,
sie kommen alle mit in mein Gedankenmeer.
Täglich kann ich aus dem Vollen greifen,
kann dadurch in meinem Leben reifen.
Kann ich mich für Gedanken entscheiden,
oder kann ich ihn einfach abschneiden?
Ist er mächtig über mich und meinen Geist,
oder bin ich die, die ihn umkreist?
Der Gedanke er kommt und geht,
was wäre ich ohne ihn, wenn er nicht mehr besteht?
Kann ich Leben auch ohne Gedanken,
oder sollte ich mich lieber für ihn bedanken?
Ob gut ob schlecht, das entscheide ich,
der Gedanke an sich, hört nur auf mich.
Wenn er kommt und wieder geht,
entscheide ich, als was er besteht.
Ist er sehr gut für mich und meine Seele,
dann bleib ich ihm treu, auf all meinen Wegen.
Finde ich ihn ärgerlich und grau,
dann verabschiede ich ihn, ohne große Show.
Ich danke allen meinen Gedanken für ihre Taten,
denn sie helfen mir, mich selbst zu beraten.
Jeder Gedanke ist wichtig für mich,
drum nehm ich ihn an, als Geschenk an mich.
Wer wäre ich denn ohne meine Gedanken?
Vielleicht ein Mensch ohne große Schranken.
Könnte nicht denken und damit nicht Sein,
ich wäre ein Mensch, der wäre innerlich rein.
Doch lieber gehe ich mit meinen Gedanken spazieren,
lebe das Leben im Praktizieren.
Doch das geht nur mit meinen Gedanken,
und dafür möchte ich mich beim Leben bedanken.
10.12.2009
Die Zeit die bleibt
Wie lang ist die Zeit die mir noch bleibt?
Keiner kann es mir sagen, so sehr ich auch treib.
Wo will ich hin, wer will ich sein?
Fragen des Lebens, ohne Antwort meines Seins.
Bin ich hier richtig oder doch eher dort?
Ich weiß es nicht, was mache ich bloß an diesem Ort?
Kann nicht erkennen meinen Lebensweg,
gehe ich Umwege oder doch den geraden Weg?
Stehe mal wieder an einer Kreuzung herum,
finde kein Schild für meine Lebensweisung.
Wie lang ist die Zeit die mir noch bleibt?
Keiner kann es mir sagen, so sehr ich auch treib.
Die Kinder, sie wachsen so schnell wie noch nie,
bald werden sie gehen in das Leben, das es gibt für sie
Die Suche nach Leben in mir ist groß,
die Suche nach dem Sinn für mich ein großes Los.
Die Welt gibt mir so viele Möglichkeiten,
doch was passt zu mir und meinen Empfänglichkeiten?
Was ist der Sinn, was will ich hier?
Die Antwort darauf erspüre ich tief in mir.
Ich möchte Freude spüren, tief in mir drin,
so laut und stark, für den tiefsten Sinn.
Ich möchte Liebe spüren, tief in mir drin,
so sanft und leicht, für den tiefsten Sinn.
Ich möchte Mut spüren, tief in mir drin,
so kraftvoll und stark, für den tiefsten Sinn.
Ich möchte Gewissheit spüren, tief in mir drin,
so sicher und fest, für den tiefsten Sinn
Wie lang ist die Zeit die mir noch bleibt?
Keiner kann es mir sagen, so sehr ich auch treib.
Doch weiß ich genau, ich gehe meine Wege,
mit Fragen ohne Antwort, aber mit Gottes Segen.
Getragen von all den guten Mächten,
vertraue ich auf sichere Nächte.
Ich werde geführt ganz sacht und leise,
und hör auch das Flüstern auf sanfte Weise.
So, freue ich mich auf die Zeit, die mir noch bleibt,
ich lebe das Leben, ohne dass mich einer treibt.
Bin froh hier auf Erden zu sein,
den Menschen zu helfen, ob groß oder klein.
Denn eins weiß ich schon jetzt ganz genau,
die Antwort auf all meine Fragen, finde ich erst in der Lebensrückschau.
Margret Schuck
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Die freundliche Welt
Der Mensch, er glaubt er ist nichts wert,
getrieben von Angst, macht er vor der Freude kehrt.
Er glaubt an Sorgen, Ängste, Nöten
doch nicht an Liebe und an Güte.
Er glaubt an Mangel und Misstrauen,
doch nicht daran, sich selber zu vertrauen.
Er denkt an Verlust, an Einsamkeit,
doch nicht an Reichtum und an eigene Fröhlichkeit.
Er denkt an Krankheit und an Tod,
doch nicht an Zuversicht in größter Not.
Er lässt Gedanken kreisen hin und her,
ohne ihnen Einhalt zu gewähren, auf dem Gedankenmeer.
Willst du dich befreien, von allen Nöten,
dann glaub an dich in allen Tönen.
Horche auf den Klang des Göttlichen,
dann wirst du erfahren, das Wunderliche.
Glaub´ an dich und liebe dich,
denn nur DU stellst dich vors Gericht.
Niemand sagt, du darfst das nicht,
außer du, du erlaubst es dir nicht.
Liebe dich so gut wie es geht,
dann fühlst du dich auf dieser Welt nicht mehr verkehrt.
Das Göttliche willst du spüren hier,
drum richte dich auf Liebe aus, jetzt und hier.
Nutze den Augenblick für die Neuausrichtung,
denn DAS ist deine göttliche Verpflichtung.
Spiele jeden Tag mit deiner Macht,
früh am morgen bis spät in die Nacht.
Glaube an dich, so wie an einen Held,
nur so kannst du sie spüren, die freundliche Welt.
Margret Schuck
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Ein Morgen voller Sonnenschein
Ein Morgen voller Sonnenschein,
in Form von lautem Kindergeschrei,
ein liebevolles Wort vom Mann
ein Kuss auf die Wange, den ich bekam.
Ein "Schön, dass es dich gibt" im Bett
mit einer Tasse Kaffee, ach wie nett.
Das Glück ist greifbar, jetzt und hier
ich kann es kaum glauben, ich dichte hier.
Ein Abend mit netten Menschen,
die nach Neuem suchten,
die Wege gehen um es zu versuchen,
die glücklich nach Hause gehen.
Voller Freude und Zuversicht,
in ein neues Leben mit neuer Sicht.
Mein Herz das singt und lacht,
voller Freude die ganze Nacht.
Ich bin glücklich, frei und froh
und hüpf durch den Tag wie ein Floh.
Es kribbelt in mir ohne Unterlass,
was für ein Gefühl, das ich so lass.
Es kribbelt in mir voller Lebensfreude,
ich lass es so stehen, ganz ohne Reue.
Ich bin dankbar für diesen Morgen,
mit Kindergesang in meinen Ohren.
Ein Morgen voller Sonnenschein,
in Form von lautem Kindergeschrei.
Mit lauter Musik im Hintergrund,
und Freude in tiefstem Seelengrund.
Margret Schuck
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Der Bauchtanz
Trommeln hörst du ganz sacht und leise,
sie kommen aus allen Richtungen, in ihrer Weise.
Langsam werden sie lauter und heftiger,
dein Herzschlag wird dabei immer kräftiger.
Du spürst die Energie der lauten Musik,
und spürst die Bewegung des Beckens als Hieb.
Ganz langsam bewegt es sich hin und her,
und dann wie von alleine erzittert es sehr.
Der Gürtel mit Münzen ertönt in seinen Klängen,
du spürst das Becken, ganz ohne weltliche Zwänge.
Du nimmst deine Mitte wahr, wie nie,
und spürst die Weiblichkeit in deinem Chi.
Dein Becken formt Achten und Schleifen von selbst,
du genießt die Bewegung, frei von weltlichem Schmerz.
Fühlst dich erotisch und fraulich zugleich,
liebst das Gefühl des göttlichen Ausgleichs.
Du lässt dich gehen, im Klang der Töne,
und verschmilzt mit den Trommeln der Söhne.
Langsam kommt das Orchester dazu,
deine Arme bewegen sich wie Schlangen hierzu.
Dein Körper nimmt den Rhythmus jetzt an,
du fühlst die Bereitschaft deines Körpers daran.
Du bist eins mit dir ganz alleine hier,
du fühlst dich frei und sicher im Tanz mir dir.
Du nimmst dir den Schleier und lässt ihn um dich fliegen,
mit jeder Bewegung, wirst du jetzt graziler.
Deine Gedanken kommen langsam zur Ruh,
hier sind nur die Musik, der Tanz und du.
Du fühlst dich leicht und locker dabei,
der Schleier umschmeichelt dein ganzes Sein.
Glücklich lächelst du vor dich hin,
in einer Welt von Mystik und Sinn.
Dein Körper bewegt sich von alleine im Tanz,
das Gefühl von Leichtigkeit erfährst du nun ganz.
Niemals soll es enden, das was du so kannst,
den du so liebst, den heiligen Bauchtanz.
Margret Schuck